Tapfer gewehrt haben sich die Handballerinnen des 1. FC Nürnberg zwar beim
übermächtigen Kontrahenten Viborg HK in der Championsleague, eine deutliche
30:39 (12:20)-Niederlage konnten sie jedoch nicht verhindern. 16 Minuten lang präsentierten sich die Nürnbergerinnen dem klaren Favoriten
auf Augenhöhe und hielten ihn bis zum 10:10 auf Schlagweite. Doch nach und
nach gelang es dem Gastgeber immer besser seine Stärken auszuspielen.
FCN-Coach Szücs war dennoch nicht unzufrieden: "Wir haben weniger Fehler
gemacht als gegen Ljubljana". Und das obwohl Kapitänin Ania Rösler diesmal
weitestgehend vom Nachwuchs des FCN vertreten wurde. Linda Jäger übernahm
dabei den Part in der Abwehr, Beate Scheffknecht die Offensive. Allerdings hatten die Nürnbergerinnen diesmal auch einen deutlich stärkeren
Gegner, der jeden auch noch so kleinen Fehler konsequent bestrafte. Ein
10:2-Zwischenspurt reichte um noch vor der Pause vorentscheidend auf 20:12
davon zu ziehen. Ganz abschütteln ließen sich die Club-Mädels aber auch in Dänemark nicht.
Wie gewohnt bewiesen sie Moral und kamen dem Kontrahenten sogar beim 25:29
in der 50. Minute noch einmal gefährlich nah. Doch angeführt von einer
überragenden Grit Jurack (15 Tore) zog Viborg das Tempo noch einmal an und
gewann schließlich verdient und klar mit 39:30. Doch trotz der klaren Niederlage können die Nürnbergerinnen die Heimreise
erhobenen Hauptes antreten. Neben einer starken Christina Rohde und einer
treffsicheren Sara Walzik machte vor allem die Leistung der FCN-Youngster
Hoffnung für die Zukunft. Beate Scheffknecht (18), Linda Jäger (17), Tanja
Schorradt (17) und Lisa Gebhard (18), die ihren ersten Pflichtspieltreffer
für den Club erzielte, bestätigten ihre couragierten Auftritte gegen
Ljubljana und werden nun sicherlich öfter Gelegenheit erhalten, die
Leistungsträgerinnen in den kommenden nicht weniger intensiven Wochen zu
entlasten. Die erste Gelegenheit dazu besteht bereits am kommenden Mittwoch, wenn der
Club im Bundesliga-Alltag auf den Aufsteiger BVB Dortmund trifft. 1. FC Nürnberg Handball: Krause, Gubova; Rohde (8), Walzik (5), Beck (3),
Wohlbold (3), Engel (2), Schorradt (2), Scheffknecht (2), Gebhard (1),
Rösler (4/4). Zuschauer: 1.749 - Schiedsrichter: Tetyana Rakytina und Iryna Tkachuk
(Ukraine) - Zeitstrafen: zwei zu zehn Minuten.