Zwei vierte Plätze bringen die Nürnberger Nationalspielerinnen mit nach
Mit Siegen über Rumänien und Schweden hatte sich das Deutsche Nationalteam
mit Sara Walzik, Ania Rösler und Jana Krause beim hochklassig besetzten GF
World Cup zurück in die Weltspitze gekämpft und das Halbfinale erreicht.
Dort indessen war Endstation gegen Gastgeber Dänemark. 32:35 verlor das Team
von Armin Emrich am Ende und musste sich mit dem kleinen Finale gegen
Frankreich zufrieden geben. Dort allerdings unterlagen die DHB-Frauen
ebenfalls mit 23:29.
Unterschiedlich waren dann auch die Meinungen der drei Nürnbergerinnen im
Deutschen Dress. Während sich Sara Walzik über sehr viele Spielanteile
freuen konnte und diese auch souverän und mit insgesamt elf Treffern nutzte,
musste sich Jana Krause mit Katja Schülke die Rolle der Nummer zwei hinter
der gesetzten Sabine Englert teilen. Dementsprechend war Sara Walzik höchst
zufrieden mit ihrer Einsatzzeit: "Ich bin froh, dass ich bisher so viel
spielen durfte und hoffe dass es weiter so läuft". Jana Krause war zumindest
mit ihrer gezeigten Leistung zufrieden: "Ich habe bisher nicht viel
gesspielt, konnte aber größtenteils meine Qualitäten ausspielen".
Club-Kapitänin Ania Rösler hingegen kam abgesehen vom Auftaktsieg gegen
Schweden bei Bundestrainer Emrich über ein paar Kurzeinsätze nicht hinaus
und wurde gegen Rumänien und Dänemark sogar überhaupt nicht eingesetzt.
Gewohnt selbstkritisch zog Rösler auch eine eher durchwachsene Bilanz: "Ich
habe im ersten Spiel viel gespielt und dabei gute Ansätze gezeigt, aber auch
noch Fehler gemacht".
Die beiden Österreicherinnen im Nürnberger Dress, Kathrin Engel und Beate
Scheffknecht, dürften mit enorm gestärkten Selbstbewusstsein von ihrer
Nationalmannschaft zurückgekommen sein. Nach einer klaren
13:38-Auftaktniederlage gegen Polen und einem etwas knapperen 28:35 gegen
die Niederlande gelang immerhin eine Leistungssteigerung und ein Sieg gegen
das niederländische Juniorenteam. Beim abschließenden erneuten
Aufeinandertreffen mit Polen konnte die Mannschaft von Herbert Müller
immerhin die Niederlage im Rahmen halten. 26:28 hieß es am Ende.
Ein besonderes Lob hatte Müller danach für die beiden Nürnbergerinnen parat:
"Ein Sonderlob gebührt Beate Scheffknecht und Katrin Engel. Vor allem Beate
Scheffknecht hat Verantwortung übernommen und mit ihren 18 Jahren eine sehr
gute Leistung gezeigt." Insgesamt waren die beiden Nürnbergerinnen auch die erfolgreichsten
Werferinnen für ihr Team. Während Scheffknecht mit 24 Treffern in drei
Spielen einiges an Selbstbewusstsein für die kommenden Aufgaben in der
Bundesliga tankte, traf Engel sogar 31 mal.