Mit einem überzeugenden 37:26 (20:12) gegen den VfL Waiblingen hat der 1. FC Nürnberg II seinen Vorsprung in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga ausgebaut und führt die Tabelle nun mit vier Zählern Vorsprung an. Das Ziel, auch die vierte Partie zu gewinnen, wurde in fantastischer Art und Weise vor der Saisonrekordkulisse von 350 Zuschauern erfüllt.
Von Beginn an erwischte der Club einen guten Lauf, so dass es schon nach wenigen Minuten 5:0 stand. Blitzschnell wurde von Abwehr auf Angriff umgestellt und der VfL somit regelrecht überrannt. So war das 20:12 zur Pause auch in der Höhe verdient. Die Deckung mit der überragdenden Torfrau Sabine Stockhorst stand sattelfest, so dass sie sich von Trainer Tom Hankel ein Extralob verdiente. "Das war heute Anschauungsunterricht. Sabine hat ihr bestes Spiel gemacht, seit sie bei mir ist. Und ich kenne sie schon sehr lange", so der Coach.
Auch nach dem Wechsel gelang ein Blitzstart. In der Kabine hatte sich die Mannschaft vorgenommen, weiter Druck zu machen. "Dass eine Partie bei acht Toren Differenz noch nicht entschieden ist, haben wir ja vergangene Woche bewiesen, als wir zwölf Treffer aufholten. Daran habe ich die Mädels erinnert", sagte Hankel. Letztlich geriet der Erfolg wie erwartet nicht mehr in Gefahr. Besonders die Verstärkung von Sara Walzik, die mit zehn Treffern erfolgreichste Werferin wurde, machte sich bezahlt.
Die Linksaußen wird allerdings in der nächsten Partie bei Frisch Auf Göppingen II ebenso fehlen wie Petra Popluharova. Während Walzik zeitgleich mit den Profis gegen den Thüringer HC spielt, befindet sich die Slowakin bei ihrer Junioren-Nationalmannschaft. "Aber wir haben uns jetzt eine super Ausgangsposition geschaffen, um das zu überstehen. Wir können voll zufrieden sein", erklärte Hankel. Der leistete sich gegen Ende sogar den Luxus, durchzuwechseln, um Varianten für die kommende Woche einzustudieren.
Nürnberg: Stockhorst, Karl; Müller-Tegel (5), Göstemeyer (1), Müller (4/2), Popluharova (6); Tarta (1), Prohaska, Walzik (10/2), Oertel (1), Luber (7); Ruchti (2), Schürer, Gaul.
Schiedsrichter: Börkey, Holzner (Unterhaching), Zuschauer: 350, Siebenmeter: 7/4 - 8/6, Strafminuten: 10 - 10.