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| Handball:
(1. FC Nürnberg Handball) |
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Es hat nicht sollen sein.
Wie bereits in der Vorwoche in Erfurt gelang den
Bundesliga-Handballerinnen des 1. FC Nürnberg trotz furioser Aufholjagd am
Ende nur der Anschlusstreffer. Sie unterlagen dem TSV Bayer Leverkusen mit
25:26 (13:13). Für schwache Nerven sind die Spiele der Club-Mädels derzeit wahrlich nicht
geeignet. Wer aber auf Spannung und Kampf steht, wird momentan alles andere
als enttäuscht. Dabei hatte es noch vielversprechend begonnen. Zwar hatte in
der ausgeglichenen Anfangsphase zunächst Leverkusen zweimal vorlegen können,
doch je einen Doppelschlag von Christina Rohde und Franziska Beck später
starteten die Nürnbergerinnen zum ersten Mal in dieser Saison besser als ihr
Gegner in die Partie. Völlig verdient führten sie zu diesem Zeitpunkt trotz
einer frühen Zeitstrafe gegen Kerstin Wohlbold 5:2. Es schien alles im
grünen Bereich für den FCN. Nicht so auf der Leverkusener Bank. Bereits in der 7. Spielminute sah sich
Bayer-Trainerin Renate Wolf gezwungen ihr Team wachzurütteln. Mit Erfolg.
Plötzlich spielte nur noch Leverkusen. Sieben lange Minuten gelang es dem
Deutschen Meister nicht mehr, sich gegen den immer kompakteren, teils
rustikalen, Abwehrriegel ihrer Gäste durchzusetzen. Und der TSV glich nicht
nur aus, sondern legte nun selbst wieder 7:5 vor. Keine sieben Minuten nach
dem Gäste-Team-Timeout hatte nun die Heimmannschaft Gesprächsbedarf. Es folgte ein offener Schlagabtausch. Immer wieder kam Nürnberg heran. Immer
wieder baute Leverkusen seinen Vorsprung aus. Trotz kurzzeitig doppelter
Überzahl wollte dem FCN der Ausgleich jedoch zunächst nicht gelingen. Erst
als die Leverkusener Olympia-Teilnehmerin Anne Müller für zwei Minuten auf
die Bank musste, klappte es dann kurz vor dem Seitenwechsel doch noch. Mit
dem 13:13 ging es denn auch in die Kabinen. Doch von da kehrten die Gäste deutlich stärker zurück als noch vor der
Pause. Ganze elf Minuten lang schafften sie es nun erneut, den FCN
erfolgreich vom Tor fernzuhalten. Die Nürnberger Deckung hingegen hatte vor
allem mit Denisa Glankovicova so seine Probleme. Praktisch im Alleingang
brachte die ihre Farben erneut nach vorne. Diesmal sogar mit 17:13. Erst
dann erlöste Ania Rösler Nürnberger Mannschaft und Fans und erzielte endlich
das 14. Tor. Aber noch immer war Leverkusen am Drücker. Beim 14:19 führten
die Rheinländerinnen erstmals mit fünf Treffern. Beim 16:23 schien die Messe
gelesen. Doch wie immer, wenn man nicht mehr mit den Club-Mädels rechnet, geben die
noch mal so richtig Gas. Mit Sara Walzik auf der Spitze erkämpften sich die
Nürnbergerinnen nun immer wieder den Ball. Beim 19:23 betrug die Differenz
nur noch vier Treffer. Beim 20:24 sah sich Renate Wolf erneut zur Auszeit
genötigt. Und wieder schien sie Erfolg zu haben. Direkt im Anschluss stellte
Nationalspielerin Anna Loerper zumindest wieder einen Fünf-Tore-Vorsprung
her, der bis zum 21:26 währte. Dann ging es Schlag auf Schlag. Franziska Beck traf zum 22:26 und schickte
gleichzeitig damit die Leverkusenerin Lyn Byl für zwei Minuten auf die Bank.
In Überzahl erkämpfte der FCN erneut den Ball, und Christina Rohde traf:
23:26. Erneut Ballgewinn für Nürnberg. Und erneut eine Zeitstrafe für den
TSV: Heike Ahlgrimm konnte nach ihrem dritten Vergehen vorzeitig zum
Duschen. Einen Doppelschlag von Kathrin Engel später, war nach dem
Sieben-Tore-Rückstand tatsächlich der Ausgleich wieder da. Noch 30 Sekunden
zu spielen. Doch es sollte nichts mehr passieren. Clever rettete der TSV
Bayer Leverkusen seinen zusammengeschrumpften Vorsprung über die Zeit. Der
Nürnberger Kampfgeist war erneut nicht belohnt worden. 1. FC Nürnberg Handball: Krause, Gubova, Stockhorst; Schorradt (1),
Scheffknecht, Rohde (2), Walzik (2), Jäger, Gebhard, Wohlbold (2), Rösler
(3/2), Beck (7), Engel (8/3). Siebenmeter: 6/5:4/3 - Zeitstrafen: acht zu zwölf Minuten - Rote Karte:
Ahlgrimm (TSV/59.) wegen ihrer dritten Zeitstrafe - Schiedsrichter: Lars
Geipel und Marcus Helbig.
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 13.10.2008, 11:13 Uhr
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