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| Handball:
(1. FC Nürnberg Handball) |
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1. FC Nürnberg: Nürnberger Kampfgeist wurde diesmal nicht belohnt
Nach zwei knappen Erfolgen in eigener Halle fehlte den
Bundesliga-Handballerinnen des 1. FC Nürnberg diesmal auswärts das nötige
Quäntchen Glück. Sie unterlagen in einem temporeichen Handballspiel beim
Thüringer HC denkbar knapp mit 31:32 (16:15). Wie zuletzt taten sich die Nürnbergerinnen dabei vor allem in der
Anfangsphase schwer. Insbesondere die Absprache zwischen Abwehr und Torwart
funktionierte noch immer nicht optimal. Zudem wollte der Ball an diesem Tag
trotz guter Möglichkeiten einfach nicht ins Thüringer Tor. Gleich mehrfach
sprang der Ball an Latte und/oder Pfosten, dann aber leider wieder heraus.
"Diesmal hat uns das nötige Quäntchen Glück gefehlt", trauerte Trainer Csaba
Szücs nach dem Spiel den vergebenen Chancen hinterher. Statt selbst zu
führen liefen die FCN-Mädels zunächst erneut einem Rückstand hinterher. Den
konnten sie zwar anfangs immer wieder kompensieren, doch in Überzahl zogen
die Erfurterinnen schließlich von 6:6 auf 10:6 davon. Nun zog FCN-Coach Szücs die Notbremse. Wie auch schon gegen Trier und
Blomberg beorderte er Sara Walzik auf die vorgezogene Abwehrposition und
fand damit das richtige Mittel gegen die THC-Offensive. Walzik störte nun
erfolgreich die Kreise von Bohm und Co. und sorgte damit für die nötigen
Ballgewinne. Nach und nach rollte nun das gefürchtete Nürnberger Tempospiel an. Und Tor
um Tor holte der Club wieder auf. Beim 10:8 waren es nur noch zwei Treffer.
Beim 15:15 glich man aus. Noch vor der Pause gelang sogar das erste
Führungstor. Doch angeführt von einer überragenden Marielle Bohm kam der THC besser aus
der Pause und legte erneut mit 18:16 vor. Beide Teams lieferten sich nun
einen offenen Schlagabtausch und boten der vollen Halle einen tollen Fight.
Während beim 19:20 kurz wieder die Nürnbergerinnen die Nase vorn hatten,
trieb das fantastische Erfurter Publikum sein Team beim 24:23 wieder zur
Führung an. Beim 27:24 schien das Team von Dago Leukefeld bereits endgültig
auf die Siegerstraße einzubiegen. Aber einmal mehr bewies die Mannschaft von Csaba Szücs eine unglaubliche
Moral und gab einfach nicht auf. Zusätzlich zu Sara Walzik schickte der
Nürnberger Coach nun auch noch Franziska Beck nach vorne. Und hatte auch mit
dieser Maßnahme Erfolg. Beim 29:28 war der Anschluss erneut hergestellt. Doch wie ein roter Faden
zog sich weiter das fehlende Glück beim Abschluss durch das Spiel. Zudem
haderte die Nürnberger Seite nun auch mehr und mehr mit der einen oder
anderen Entscheidung der beiden Unparteiischen gegen sich. Aber
nichtsdestotrotz kämpften die Club-Mädels weiter und schafften beim 31:31
erneut den Ausgleich, musste aber sofort wieder die Erfurter Führung
hinnehmen. Den Schlusspunkt setzten zwar die Nürnbergerinnen, doch war der
charakteristisch für den gesamten Spielverlauf: der letzte Wurf von Kerstin
Wohlbold traf den Innenpfosten und sprang von dort zurück ins Feld. Ein
Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte, hatte letztlich doch
einen gefunden. Unisono sprachen im Anschluss beide Trainer beiden
Mannschaften ein Riesenkompliment aus. Und Leukefeld freute sich nicht nur
über die ersten Punkte, sondern auch über das Spiel an sich: "Das war
Werbung für den Frauenhandball". 1. FC Nürnberg: Krause, Gubova; Schorradt, Scheffknecht, Rohde (8), Walzik
(5), Gebhard, Wohlbold (3), Rösler (10/4), Beck (3), Engel (2). Zuschauer: 700 - Siebenmeter: 8/6 zu 4/4 - Zeitstrafen: zwei zu acht Minuten
- Schiedsrichter: Damian und Wenz (Bingen/Mainz).
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 06.10.2008, 10:10 Uhr
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