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Handball: (1. FC Nürnberg Handball)
 
Niederlage trotz toller Leistung

Keine Punkte aber zumindest viel Respekt verdienten sich die Handballerinnen des 1. FC Nürnberg bei ihrem ersten Auftritt in der Championsleague. Trotz einer zeitweise tollen Leistung unterlagen sie aber dem slowenischen Meister RK Krim Mercator Ljubljana mit 25:29 (18:15).
Vor über 2200 Zuschauern in der Arena Nürnberger Versicherung legten die Nürnbergerinnen los wie die Feuerwehr, gingen vom Anpfiff weg in Führung. Insgesamt bot das Team von Csaba Szücz im ersten Durchgang wohl die bislang bester Saisonleistung. Kompakt stand die Defensive und legte immer wieder den Grundstein für gekonnt vorgetragene Schnellangriffe. Doch auch wenn es über die erste Welle noch nicht gleich geklappt hatte, verstanden es die Club-Mädels diszipliniert ihre Wurfmöglichkeiten herauszuspielen. Insbesondere die glänzend aufgelegte Sara Walzik fand immer wieder die richtige Lücke im gegnerischen Abwehrverband. Und auch Christina Rohde begann enorm zielsicher.
Sagenhafte 18 Treffer erzielten die FCN-Damen gegen den slowenischen Abonnementmeister allein in der ersten Hälfte, mussten allerdings auch derer 15 hinnehmen. Vor allem natürlich, weil die individuellen Qualitäten ihrer Gäste neidlos anerkannt werden mussten. So fand man zu keinem Zeitpunkt ein echtes Mittel gegen Andrea Lekic, die insgesamt 13 mal traf. Zudem gelang es RK Krim auch immer wieder ihre Rechtsaußen Dijana Golubic in Wurfposition zu bringen, die mit schlafwandlerischer Sicherheit verwertete. Zu den Qualitäten von der russischen Weltmeisterin Liudmila Bodnieva am Kreis von Ljubljana braucht man keine großen Worte verlieren: Sie riss immer wieder Lücken in die Nürnberger Defensive, traf zwar selbst nur ein Mal, war aber sonst nur siebenmeter- oder zeitstrafenreif zu stoppen.
Gelang es im ersten Durchgang noch, dieses Manko mit mannschaftlicher Geschlossenheit und der eigenen Offensivstärke zu überspielen, ließ man sich im zweiten Durchgang mehr und mehr in Zweikämpfe verstricken und verlor die spielerische Linie. Doch obwohl dadurch der RK Krim die Oberhand gewann, verloren die Club-Damen eines nie: ihre Hoffnung und den Kampfgeist. Obwohl in der Offensive nicht mehr viel gelang (gerade sieben mal trafen die Nürnbergerinnen noch nach der Pause) kämpften sie verbissen um jeden Ball und begeisterten damit ihr Publikum, dass sie lautstark anfeuerte.
Ein Happyend gab es zwar dennoch nicht für den FCN, auch weil, man sich ausgerechnet in der Schlussphase auch noch zwei vergebene Siebenmeter leistete. Doch eines haben die Nürnbergerinnen eindrucksvoll bewiesen: Dass sie auch international durch aus mitspielen können. Und damit auch die Hoffnung auf ein erneutes Erreichen der Hauptrunde nicht frühzeitig begraben sollten.
Dies zeigte neben der Leistung des gesamten Teams in der ersten Hälfte insbesondere der couragierte Auftritt der Nürnberger Youngster. Allen voran Tanja Schorradt, die kaum fünf Sekunden auf dem Spielfeld bereits ihren ersten internationalen Torerfolg feiern konnte, aber auch Linda Jäger in der Defensive oder Beate Scheffknecht, die ihre Spielzeit zu einem schönen Kreisanspiel nutzte.
1. FC Nürnberg: Krause, Gubova, Sabine Stockhorst; Schorradt (1), Scheffknecht, Rohde 6), Walzik (6), Jäger, Gebhard, Wohlbold (4), Rösler (4/3), Beck (1), Engel (3), Christina Stockhorst.
Zuschauer: 2227 - Schiedsrichter: Hlynur Leifsson und Anton Palsson (Island) - Siebenmeter: 5/3 zu 4/4 - Zeitstrafen: zehn zu acht Minuten.


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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 03.11.2008, 09:03 Uhr
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